Energieumbau Schweiz: „Gärtlidenken ist verantwortungslos“

31.08.2011


Energieumbau Schweiz: „Gärtlidenken ist verantwortungslos“

Winterthur, 30.8.2011 – Nationalrat Otto Ineichen sprach im Casino-
theater Winterthur vor Vertretern der Wirtschaft und Behörden zum Thema „Energieumbau Schweiz“. Dabei hat er sich klar für die Zusammenarbeit über die Partei- und Gemeindegrenzen hinweg ausgesprochen, wenn die Schweiz ihre Zukunft nachhaltig gestalten will. Organisiert wurde die Veranstaltung von energie bewegt winterthur, dem Verein zur Förderung des Wirtschaftscluster Energie Region Winterthur.


Rund 60 Personen nahmen an der Mittagsveranstaltung zum Energieumbau Schweiz im Casinotheater Winterthur teil. Stadtrat Michael Künzle begrüsste die Anwesenden und bedankte sich für das Engagement von energie bewegt winterthur. „Für die Energiestadt Gold Winterthur ist energie bewegt winterthur eine wichtige Unterstützung in ihren Bestrebungen auf dem Weg Richtung 2000-Watt-Gesellschaft“. Die Stadt wolle sich darum auch weiterhin für den Verein engagieren. Dieses Engagement lobte Otto Ineichen. Man müsse sich für solche Bestrebungen und Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz noch stärker einsetzen. „Winterthur kann hier eine Vorbildposition einnehmen“, und das sei für eine Stadt, die so reich an Industriegeschichte sei und die grösste Fachhochschule der Schweiz beherberge eine riesen Chance. „Ich bin Unternehmer. Was im Kleinen beginnt, muss nicht klein bleiben.“, so Ineichen. Er setze sich als Präsident der Energieallianz für viele kleinere Projekte ein mit dem Ziel, dass die Schweiz schlussendlich flächendeckend energieautark werde. Er nannte dabei als eines von vielen Beispielen die Schweizer Bauern. „Biomasse ist eine Chance, die wir zu wenig nutzen. Tun sich ein paar Bauern- betriebe zusammen, so können sie mit der Gülle Biogas produzieren und weg vom Heizöl kommen“. Doch fehle es vielerorts an Beratung. Es könne nicht sein, dass wieder nur ein paar wenige, sehr gut informierte und vernetzte Institutionen profitieren. „Auch Gärtlidenken ist in der Energiefrage verantwortungslos. Parteien sollen diese Frage zusammen und zukunfts-
orientiert beantworten, der Bundesrat hat die Richtung angegeben.“ Vorwärts als Devise und ein Zurückkrebsen in alte Gewohnheiten. „Die Bevölkerung muss sich bei jedem Politiker, egal von welcher Partei, fragen, ob er sich tatsächlich für das Volk einsetzt oder nur von einseitigen Interessen getrieben ist.“

Die Geschäftsführerin des überparteilichen Vereins Energieallianz, Dr. Pia Stebler, zeigte anschliessend Projekte und Ziele der Allianz auf und wohin die Reise weitergeht. „Wir müssen das Know-how aller nutzen, so bieten wir zum Beispiel älteren qualifizierten Arbeitslosen mit unserem Projekt „Power 40+“ die Möglichkeit, sich zum Energieberater ausbilden zu lassen.“ Damit erhöhen sich die Chancen für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt einerseits und andererseits sei das eine weitere Massnahme für die Senkung des Schweizer Energieverbrauchs.

Christian Huggenberg, Leiter der Geschäftsstelle von energie bewegt winterthur, freute sich ab den Voten der Referieren- den. „Der Energieumbau ist für uns eine Chance. Er schafft Wertschöpfung und stärkt den Werkplatz Schweiz“. Der Online Energieberater für Hausbesitzer nutze genau diese Chance: Ein einfach zu bedienendendes Informationstool für Private, das Wertschöpfung für die Wirtschaft generiert und der öffentlichen Hand dient. Der Online Energieberater wird am 17. September an der Blue-Tech vorgestellt und unter www.energie-bewegt-winterthur.ch aufgeschaltet.

Kontakt:
energie bewegt winterthur
Christian Huggenberg
Tel. 052 511 23 11
info@energie-bewegt-winterthur.ch

 

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