Geschichte wird lebendig: Der Salzweg

13.06.2011

Im Mittelalter war Salz ein überaus kostbares Gut. Um die hohen Zölle in Schaffhausen zu vermeiden, nahmen die Händler den Weg durchs Weinland. Am nächsten Sonntag wird ein solcher Transport mit Schiffen und Fuhrwerken nachgestellt. Los geht es in Stein am Rhein mit dem Umlad der Salzfässer von Schiffen auf Fuhrwerke. Dann fahren diese auf der historischen Route nach Ellikon am Rhein – wo die Fässer wieder auf Schiffe verladen werden.
Mit diesem Aktionstag soll insbesondere aufgezeigt werden, unter welchen Strapazen die Leute damals zu arbeiten hatten. Den Veranstaltern ist daran gelegen, den Salztransport möglichst detailgetreu nachzustellen. Zum Einsatz kommen zwei oder drei Fuhrwerke; sie werden von Pferden gezogen (also nicht wie früher von Ochsen und Kühen). Die Fässer mussten bei einem Küfer nachgemacht werden und die Pontoniere und Fuhrleute und die an den Etappenorten mithelfenden Frauen tragen Kleider "aus der Zeit". Der Salztransport dauert den ganzen Tag. Nach dem Umlad von den Schiffen auf die Fuhrwerke in Stein am Rhein (ab 8 Uhr) führt die Route quer durchs Weinland nach Ellikon am Rhein. In Unterstammheim (ca. 10.30 Uhr), Trüllikon (13.45 Uhr) und in Marthalen (16 Uhr) wird je ein einstündiger Halt eingeschaltet. So bekommen die Zugpferde eine Ruhepause – und die Bevölkerung Gelegenheit, mehr über das Thema zu erfahren: Die Historikerin Charlotte Bretscher aus Dorf wird dazu Informationen geben.

Quelle: Der Landbote v. 22.06.2011

 

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