Pünten bleiben bunt

28.09.2011


Farbige Häuschen und Fensterläden oder ein etwas längerer Dachvorsprung, damit der Püntiker auch im Regen draussen sitzen kann – das wollte die Stadt verbieten. Auf viele Proteste hin überarbeiteten der Stadtrat und der Püntenpächterverein die Regeln neu. Farben sind nun wieder erlaubt und die zuständige Stadträtin Verena Gick hofft "den richtigen Mittelweg" gefunden zu haben.

Jeder dritte Winterthurer Püntiker hat Anfang dieses Jahres eine Mahnung bekommen, weil sein Schrebergarten nicht den Bauvorschriften entspreche. Eine Welle der Empörung folgte und die zuständige Stadträtin versprach bei der Püntikerversammlung vom 18. März, die Vorschriften zu überprüfen. Nun liegen die überarbeiteten Bauvorschriften für die Erstellung von Püntenhäuschen vor. Der Stadtrat hat liberalere Rahmenbedingungen geschaffen. Diese sollen dazu führen, dass die Püntiker klare Rahmenbedingungen beim Bau beziehungsweise Ausbau der Häuschen erhalten. Die Vorgaben sind jedoch nach wie vor auf eine Hauptnutzung der Areale als Pflanzgärten ausgerichtet. Erarbeitet worden sind die neuen Bestimmungen in intensiver Zusammenarbeit mit dem Püntenpächterverein Winterthur (PPV). Der Präsident des PPVs, Marcel Stutz, ist mit den angepassten Vorschriften zufrieden. Verena Gick hofft, "dass es der richtige Mittelweg ist". Denn während den einen Püntikern die Freiheit in ihrem kleinen Paradies besonders am Herzen liegt, ist für andere die Ordnung auf dem Püntenareal ein wichtiges Anliegen. Die neue Lösung liege irgendwo dazwischen, erklärt Verena Gick.

Die Pächtervereine sowie der Bereich Immobilien der Stadt Winterthur werden mit all jenen Pächterinnen und Pächtern nochmals in Kontakt treten, deren Anlage im Frühling beanstandet wurde. Dabei soll verhindert werden, dass Beanstandungen an die Baupolizei weitergeleitet werden müssen. Letztinstanzlich ist sie von Amtes wegen für die Einhaltung de rneuen Bauvorschriften zuständig.

Quelle: Stadtanzeiger vom 27. September 2011

 

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