Stadt enttäuscht Verbände

12.10.2011


Was in Zürich möglich ist, z.B. die Autos unter dem Opernhaus zu parkieren, scheint trotz Werbeslogan "Wie Zürich, nur charmanter" in Winterthur nicht möglich zu sein. Dazu die Medienmitteilung der Jungen Altstadt:

 

PRESSEMITTEILUNG

Weshalb unterstützt der Stadtrat nicht die bessere Idee?


Wir sind erfreut, dass der Stadtrat mit seiner Zustimmung zur Parkhaus "Tandemlösung" endlich bereit ist, sein Versprechen resp. den Parkplatzkompromiss einzulösen.

Die Winterthurer Altstadt bietet Tausende von Arbeitsplätze und ist das pulsierende Herz eines grossen Einzugsgebietes. Für die Beibehaltung der Attraktivität ist eine gute Erschliessung durch den öffentlichen, Langsam- aber auch für den motorisierten Individual-Verkehr zentral.

Enttäuscht sind wir, dass der Winterthurer Stadtrat mutlos nur die zweitbeste Variante vorschlägt und die visionäre Planung des Parkhauses unter dem Stadtpark (anstelle des Lindparkhauses) einfach still und leise unter den Tisch wischt. So erhält der Gemeinderat nicht einmal die Chance, sich darüber ein genaues Bild gestützt auf fachlich abgesicherten Aussagen zu machen.

Mit einem Parkhaus unter dem Stadtgarten würde die Altstadt mit kurzem Gehweg attraktiv erschlossen. Die Schaffhauser haben es mit dem Parkhaus Herrenacker vorgemacht und auch Zürich schafft es, die Parkplätze zentral unter die Sechseläutewiese zu verlegen. (In der neuen Standortförderungswerbung vergleicht sich Winterthur gerne mit Zürich…). Das Parkhaus unter dem Stadtgarten würde ermöglichen, den Stadtpark zu vergrössern, den Verkehrsknoten vor dem Manor City Parkhaus zu entwirren und neue Plätze für kulturelle Anlässe zu nutzen. Das ist eine riesige Chance für Winterthur, städtebaulich etwas Bleibendes zu gestalten.

Anscheinend besteht die Angst, dass im Stadtpark Bäume gefällt werden. Dank den heutigen technischen Möglichkeiten und unserem jetzigen Wissensstand wird maximal ein Baum weichen müssen. Bei einer Vergrösserung des Parks könnte neue Grünfläche geschaffen und zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Aus welchem Grund die Untergrabung des Stadtgartens tabu sein soll, ist uns nicht klar. Hat der Stadtrat etwas zu verheimlichen? Gibt es Altlasten oder Ähnliches? Der Winterthurer Stadtrat räumt dem Stadtpark eine grosse Bedeutung für die Bevölkerung ein, gerade deshalb müsste diese Alternative genauer geprüft werden.

Mit dem Partner Parkhaus AG kommt die Stadt zum Nulltarif zu Parkhäuser. Sie erhält sogar zusätzliche Erträge, welche die bis jetzt erzielten Einnahmen aus Parkgebühren übertreffen dürften. Mit der Variante "Stadtpark" sind die Einnahmen bedeutend höher als mit der Variante „Lind“. Darüber dürfte sich unsere Stadtkasse freuen.

Man wird den Verdacht nicht los, dass die Bauvorsteherin mit dieser Weisung versucht, die Bauvorhaben zu torpedieren und den Parkplatzkompromiss so zu umgehen.

Wieso hat der Stadtrat nicht die Zukunft im Blick und unterstützt eine Lösung, die allen einen Mehrwert bringt?

Cityvereinigung JUNGE ALTSTADT
Handelskammer Winterthur
KMU-Verband Winterthur und Umgebung

Für Rückfragen:
Remo Cozzio, Präs. JUNGE ALTSTADT
052 269 30 00 (Freitag 14.00 – 16.00 h)

 

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