Vom Eastend zum Westend

01.04.2011

Der Bahnhof Grüze mit seinen landesweit einzigartigen Perrondächern soll Mittel-punkt und Drehscheibe des künftigen zweiten Zentrums einer "bipolaren Stadt" werden. Davon ist die verschlafene Station am Stadtrand freilich noch weit entfernt. Das Bahnhofgebäude steht seit über acht Jahren leer und verlassen da. Ein vergilbtes Schild an der verschlossenen Tür weist Reisende an, ihre Tickets am Automaten zu beziehen. Dem Bahnhof Grüze soll die höchste Blüte erst noch bevorstehen. In ihren Zukunftsvisionen geht die Stadtregierung davon aus, dass das rasant wachsende, ehemalige Industriegebiet im Osten der Stadt bald so dicht besiedelt ist, dass sich dort ein zweites Stadtzentrum bildet. "Bipolare Stadt" heisst das im Stadtentwicklungs-Jargon.
Und mittendrin im zweiten Pol: der Bahnhof Grüze.

Quelle: Der Landbote vom 29.03.2011

 

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