Was ist ein guter und "gesunder" Arbeitsplatz?

08.05.2011

Leo Brütsch als Leiter des Arbeitsinspektorats und seine Mitarbeitenden kümmern sich um die Sicherheit in Winterthurer Betrieben. So ist vor allem wichtig, Verhältnisse zu schaffen, damit sich die Mitarbeitenden wohlfühlen. Der Mitarbeitende muss gerne und motiviert sein an seinem Arbeitsplatz und unfallfrei arbeiten können. Das Arbeitsumfeld ist wichtig. Bereits genügend Fenster mit Sicht ins Freie können motivieren, aber auch ein gutes Arbeitsklima. Die Betriebsführung spielt ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Sie soll die Arbeit und die Leistung ihrer Mitarbeitenden wertschätzen. Das Management muss Fleiss würdigen. Wichtig für die Mitarbeitenden ist es aber auch, ein geregeltes privates Leben und genügend Zeit für die Erholung zu haben. In der letzten Zeit wird das Arbeitsinspektorat immer häufiger betreffend Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz angefragt. In solchen Fällen wird auf die vorhandenen Richtlinien und Checklisten der Eidgenössischen Kommission für Arbeitssicherheit (EKAS), des Staatssekretariats für Wirtschaft und Arbeit (Seco) und der SUVA über korrekte Arbeitsbedingungen hingewiesen. Häufig fehlt bei Kontrollen der Nachweis über die Ausbildung und Instruktion des innerbetrieblichen Sicherheitskonzepts beim Personal. Das ist heute sehr wichtig. Wenn ein Unglück geschieht, muss der Betrieb nachweisen können, dass die Gefährdungen und Massnahmen ermittelt wurden und entsprechende Sicherheitsre- geln nicht nur definiert und festgelegt, sondern auch den Mitarbeitenden übermittelt wurden. Wenn man das nicht macht, trägt die Firma bei einem Unfall situativ eine mögliche Schuld oder wird haftbar gemacht.

Quelle: Stadtanzeiger vom 17. Mai 2011

 

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