Winterthurer Wirtschaft enttäuscht über Strompreisentscheid

02.12.2011

 

FORUM WINTERTHUR

Medienmitteilung
betreffend Beschluss Grosser Gemeinderat - Strompreiserhöhung

Winterthurer Wirtschaft enttäuscht über Strompreisentscheid des Gemeinderates

Das Forum Winterthur (Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur, Hauseigentümerverband, KMU- Verband und Junge Altstadt) kritisiert die unverständliche Haltung der Mehrheit des Grossen Gemeinderates mit Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Situation der Unternehmen in Winterthur. Die beschlossene Strompreiserhöhung setzt falsche Zeichen in diesen schwierigen Zeiten.

Am letzten Montag hat der Grosse Gemeinderat nach einer längeren Debatte eine Erhöhung der Strompreise beschlossen,damit energetische Massnahmen bei Gebäuden finanziert werden können.

Das Forum Winterthur begrüsst Massnahmen zum Stromsparen wie auch Massnahmen zur Sanierung von Gebäuden. Strompreiserhöhungen, die die Produktionskosten am Standort Winterthur erhöhen, sind jedoch im aktuellen, wirtschaftlichen Umfeld fehl am Platz. Einmal mehr ignoriert der Gemeinderat, dass die Strompreise in Winterthur massgebend für die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortqualität unserer Unternehmen sind. Das Herabbrechen der Strompreiserhöhung auf durchschnittliche, monatliche Erhöhungen verschleiert, dass die Mehrausgaben im Einzelfall wesentlich höher sind und vor allem diese Unternehmen treffen, die bereits unter dem starken Schweizer Franken leiden.

Nicht weniger sind auch Privathaushalte davon betroffen, die aufgrund der nicht enden wollenden Gebührenerhöhungen zugunsten der öffentlichen Hand mannigfaltig aufgefordert werden, "einen Café crème" da und dort zu bezahlen, was sich übers Jahr genauso empfindlich auf das Privathaushaltsbudget auswirkt.

Unverständlich ist der Entscheid des Grossen Gemeinderates auch deshalb, da die Stadtwerke ausreichend dotierte Reserven besitzen, um solche Programme zu finanzieren. Wenn dem Gemeinderat die energetische Sanierung so wichtig ist, hätte man dieses Programm auch aus den Abgaben der Stadtwerke an die Stadtkasse bezahlen können, die sich gegen 9 Mio. CHF belaufen, anstatt Konsumenten und Unternehmen zusätzlich zu belasten.

Das Forum Winterthur erwartet von der Politik mehr Verständnis für die aktuelle anspruchsvolle Situation der Unternehmen, gerade von denjenigen Parteien, die immer wieder Forderungen an die Arbeitsplatzsicherheit laut werden lassen.

Winterthur, 9. November 2011 / Zeichen: 2101

 

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